7 Dinge für das Pflanzen auf Stroh

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Die Saison geht los – und du kannst von Anfang an dabei sein. Wer die ganze Pflanzperiode dieses Jahres voll auskosten möchte, legt jetzt schon mit den Vorbereitungen für eine erfolgreiche Ernte los. Natürlich kannst du auch erst im April, oder sogar im Mai, starten. Die ganz ungeduldigen Stroh-Gärtner brauchen aber jetzt schon Aufgaben, um die Zeit bis zur “echten” Gartensaison zu überstehen. Aus diesem Grund habe ich für dich die 7 wichtigsten Utensilien aufgelistet, die du für das Pflanzen auf Stroh benötigst. Lege gleich los, gehe einkaufen und sei Sie gut gerüstet für die Strohsaison.

1.Die Strohballen

Um das Pflanzen auf Stroh auszuprobieren, brauchst du unbedingt gute Strohballen. Am einfachsten bekommst du die Strohballen, wenn du die Bauernhöfe der Umgebung abtelefonierst. Oder du fährst einfach aml vorbei und hältst an der nächsten Scheune. das geht übrigens nach der Ernt, im Herbst, oder auch erst im Frühling.

Am Stadtrand in einem Hofladen, auf einem Gestüt oder direkt beim Bauern wirst du sicher fündig. Am einfachsten geht das Pflanzen auf Stroh mit rechteckigen Strohballen. Leider gibt es vielfach nur noch die großen Strohballenräder, die eignen sich aber nur für riesige Gärten. Wenn du keine Strohballen in der Nähe findest, kannst du diese immer noch über das Internet bestellen. Ich habe für meine Strohballen im Hofgut Erbenheim pro Stück drei Euro bezahlt. Einfach eine Plastikfolie ins Auto gelegt, sehr große Müllsäcke besorgt und die Strohballen einzeln darin verpackt. Drei haben in den Kofferraum gepasst und zwei auf die Rückbank. Ein bisschen Saugen hinterher war notwendig, aber durch die Müllsäcke ist keine große Sauereien entstanden.

2. Der Dünger für das Stroh

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Auch den Dünger für meine Strohballen habe ich bereits besorgt. Schon im letzten Jahr hatte ich mich für den Guano Dünger entschieden. Dieser natürliche Bio Dünger stinkt ganz schön, aber nach der Dünge Phase verschwindet der Geruch. Meine Pflanzen fanden diesen Dünger im letzten Jahr prima. Ich habe das 3 kg Paket für meine fünf Strohballen im letzten Jahr komplett aufgebraucht. Diesmal habe ich mir auch eine Streuhilfe gegönnt, das ist aber nicht unbedingt notwendig. Das praktische Gerät hilft dabei, den Dünger zu dosieren und gleichmäßig auf die Strohballen zu verteilen. Mit einer Schaufel geht das natürlich auch.

3. Wasser, eine Gießkanne oder einen Schlauch

In den ersten 2-3 Wochen müssen die Strohballen alle zwei Tage gewässert werden. Am praktischen ist es, dazu einen Schlauch zu verwenden. Wenn es allerdings  kalt ist, und es vielleicht noch einmal friert, sollte der Gartenschlauch noch nicht angeschlossen werden. Für diese Zeit habe ich eine Gießkanne, mit der ich die Strohballen begießen. Für einen Strohballen benötige ich ungefähr eine Kanne voll Wasser. Das ist zwar ein bisschen Rennerei, aber es tut sowieso gut, endlich mal wieder mehr Zeit draußen zu verbringen.

4. Handschuhe für das Stroh

Gartenhandschuhe müssen unbedingt sein. Es gibt eine Menge Gründe dafür, beim Vorbereiten der Strohballen Handschuhe anzuziehen. Und kaufe dir ruhig gleich einige Paare davon, denn meistens sind sie nass, gehen kaputt oder du kannst sie einfach nicht finden.

  • Auf jeden Fall kann es Ende Februar noch empfindlich kalt sein, so das die Handschuhe für Wärme sorgen.
  • Auch der geruchsintensive Dünger verleitet nicht unbedingt dazu, die Vorbereitung ohne Handschuhe einzuleiten.
  • Wenn die Strohballen bewegt werden müssen, können die trockenen Halme ganz schön pieksen. Auch dafür bewähren sich Handschuhe.
  • In der Erde, im Garten, sind jede Menge Larven, Eier, Milben und anderes ungesunde zeug. das setzt sich unter deinen Fingernägeln fest und kommt beim nächsten Kratzen wieder hervor. Blöd, wenn sich dadurch Wunden infizieren.

Teure Exemplare müssen nicht sein, es tun auch einfache Gartenhandschuhe aus dem Baumarkt.

5. Pflanzensamen

Wer keine Setzlinge kaufen möchte, zieht Sie einfach auf der Fensterbank selber. Mit den meisten Pflanzen können Sie Ende Februar beginnen. Entweder haben Sie noch Samen von der letzten Ernte aufgehoben, die Sie nun nutzen können, oder Sie suchen sich im Pflanzenfachgeschäft einfach schöne neue Sorten aus. Probieren Sie ruhig mal etwas aus, was Sie noch nicht kennen. Es gibt so viele verschiedene Tomatensorten, dass es einfach Spaß macht, hier herum zu experimentieren. Ich versuche in diesem Jahr einmal Tigertomaten aus, nachdem ich im letzten Jahr schwarze Tomaten gepflanzt habe.

6. Mini Gewächshaus für die Fensterbank

Die kleinen Samen könnt ihr einfach in einem leeren Eierkarton heranziehen, den du mit Gartenerde befüllst. Wer es etwas bequemer haben möchte, besorgt sich ein Gewächshaus für die Fensterbank. Natürlich kannst du auch mischen oder gleich in kleinen Töpfen die Setzlinge heranziehen. Das Gewächshaus für die Fensterbank ist praktisch, nimmt nicht so viel Platz weg und bietet den Setzlingen ein gutes Klima. Du kannst es den ganzen Frühling hindurch benutzen, um immer wieder neue Setzlinge heranzuziehen. Wenn du es es gründlich reinigst, leistet es auch im nächsten Jahr wieder treue Dienste.

7. Pflanzenlicht

Manche Setzlinge brauchen etwas mehr Licht, als die knappe Frühlings-Sonne ihnen bietet. Besonders wenn es draußen bewölkt und regnerisch ist, ist etwas zusätzliches Licht sehr hilfreich. Das Pflanzenlicht besteht aus LED Elementen, die wenig Strom verbrauchen. Du kannst es ruhig die halbe Nacht brennen lassen, um deinen Pflanzen etwas Gutes zu tun. Mach doch einmal den Vergleich: beleuchte einige Setzlinge mit dem Pflanzenlicht und lasse die anderen einfach auf der Fensterbank wachsen. Siehst du einen Unterschied?

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