Wespen vertreiben – Wespennest vertreiben

Wespen vertreiben - auch die Insekten brauchen lebensraum.
So sieht eine Wespe aus

Beim Arbeiten im Garten kann es durchaus passieren, dass ihr auch mal Wespen vertreiben oder ein Wespennest entfernen müsste. Die kleinen, manchmal aggressiven, Tiere machen es sich gerne an bestimmten Plätzen bequem. Schon im Frühling schauen sie nach einem neuen Nest, in dem sie dann die Königin und ihre Eier aufziehen können. Diese Hausplanung passt manchmal nicht in das Konzept des Pflanzens auf Stroh. Wer will schon gerne seine Früchte ernten, wenn er dabei ständig attackiert wird?

Die Familienplanung der Wespen

Auch Wespen müssen sich vermehren, sonst sterben sie aus. Sie brauchen also einen Platz, wo sie in Ruhe die Familienplanung betreuen können. Manchmal ist das in der Nähe deiner Strohballen, denn der Garten ist ein guter Platz für Tiere und Menschen. Zu nah sollten sich die beiden aber nicht kommen, denn sonst funktioniert das Zusammenleben nicht. Dann kann es schon mal nötig werden, die Wespen zu vertreiben.

Wespennester findest du beispielsweise

  • in Ecken, unter Rohren und anderen geschützten Stellen
  • in Astgabeln von alten Gartenbäumen
  • unter dem Garagendach
  • am Dachfirst
  • unter der Fensterbank

Wespen vertreiben nur im Notfall

Wenn du das Gefühl hast, in der Nähe deines Strohballens fliegen besonders viele Wespen herum, dann gehe auf die Suche nach dem neuen Wespennest. Auch wenn die Insekten im Frühjahr noch harmlos sind, kaum in Erscheinung treten und sich friedlich um den Aufbau des Nestes kümmern, kann das im Herbst ungemütlich werden. Ganz bestimmt hast auch du schon mal ein Kaffeetrinken oder gemütliches Grillen nach Innen verlegt, weil die Attacken der Wespen immer heftiger wurden. Dann kann es nötig werden, die Wespen zu vertreiben.

Ein Wespennest im Dachfirst
Ein ganzes Volk sucht nach Nahrung für die Königin

Besonders im Herbst, wenn die Wespen auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung für ihren Nachwuchs sind, können sie durchaus aggressiv werden. Doch wie kannst du das Wespennest vertreiben? Den Tieren einfach die Nahrung zu entziehen funktioniert in der Regel nicht. Sie haben ein feines Gespür für Zucker und Fett und finden selbst kleinste Reste von passender Nahrung. Wenn du wieder Ruhe in deinem Garten haben möchtest, musst du die Wespen vertreiben oder deine Aktivitäten im Garten in den Frühling legen.

Wespen und die Pflanzen auf Stroh

Natürlich bist du ein versierter Gärtner und möchtest deine Ernte im Herbst einfahren. Dabei sollen dich die Wespen nicht stören, deshalb lerne sie zu vertreiben. Dazu brauchst du keine offizielle Genehmigung wie beispielsweise bei Hummeln, Bienen und Hornissen. Diese sind geschützt und dürfen sich in deinem Garten überall und auch unter deinen Strohballen frei bewegen. Die Wespen darfst du vertreiben, aber von dem Wespennest solltest du die Finger lassen.

Allergiker müssen vorsichtig sein

Wenn du Glück hast, suchen sich die Wespen im nächsten Frühjahr sowieso einen neuen Platz. Bist du allerdings Allergiker, sodass die Stiche für dich gesundheitsgefährdend sind, musst du tätig werden. Anstatt das Wespennest alleine zu beseitigen, solltest du einen Fachbetrieb damit beauftragen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Tiere aggressiv werden und dich stechen. Als Allergiker kann das sogar Lebensgefahr bedeuten, wenn du beispielsweise in den Mund gestochen wirst.

Tipp: Besorge dir Gläser mit Deckeln, in denen ein Strohhalm steckt. So kannst du sicher sein, dass sich keine Wespe in deiner Limo oder in deinem Orangensaft versteckt.

Das solltest du über Wespen wissen
  1. Wespennester werden im Frühling angelegt, um die Königin und ihren Nachwuchs aufzuziehen und zu versorgen.
  2. Die meisten Wespennester findest du in Rolllädenkästen, auf dem Dachboden, in Astgabeln im Schuppen oder in Scheunen.
  3. Die Westen erkennst du an ihrem schwarz- gelben Körper, der in der Mitte schmal zusammen läuft. Verwechseln Sie nicht mit Bienen, denn diese sind geschützt.
  4. Ein Wespennest ist rund und gelb oder beige, je nachdem welche Wespenart es sich handelt. Es hat ein bisschen die Farbe von vergilbtem Papier.
  5. Wespen lieben Süßes, Sie finden deine Melonen auf den Strohballen ebenso toll wie du.
Auch Wespen sind hilfreiche Tiere

Natürlich ist es unangenehm, wenn aggressive Tiere die Arbeit im Garten an den Strohballen ständig stören oder dich beim Ernten stechen. Trotzdem solltest du dir darüber klar sein, dass die Natur nicht nur dir, sondern auch den Tieren gehört. Auch Wespen haben ein Recht darauf, ihren Lebensraum zu verteidigen. Denke daran, wenn du Wespen vertreiben möchtest. Frage dich ernsthaft, ob es den Aufwand lohnt, oder ob du nicht einfach abwarten willst, was die Tiere über den Winter machen.

Wespen gehören zu den Hautflüglern und tun im Garten nützliche Dienste. Genauso wie Bienen und Hummeln bestäuben sie Blüten und tragen damit zu einer reichen Obsternte bei. Außerdem vertilgen sie eine Menge Insekten und helfen dem Menschen dabei, die Schädlinge im Garten einzudämmen.

Nutze die Hilfe von Fachleuten

Es ist gefährlich, ein Wespennest selber zu entfernen. Sobald die Flugtiere merken, dass ihnen Gefahr droht, werden sie aggressiv und greifen an. Ganz sicher möchtest du nicht eine Reihe von Wespenstichen haben, denn diese können ganz schön weh tun. Beauftrage lieber einen Schädlingsbekämpfer, das Nest zu entfernen. Die Fachleute wissen ganz genau, was erlaubt ist und was nicht und wie sie die Tiere am schonensten entfernen.

Wer Wespen liebt, siedelt sie um

Anstatt die Wespen mit chemischen Mitteln zu vertreiben oder gar auszurotten, kann das ganze Wespennest auch umgesiedelt werden. Dazu packt der Fachmann es mitsamt seinen Bewohnern, der Königin und den Eiern in ein entsprechendes Gefäß und bringt es an einen anderen Standort. Diese Umsiedlung ist umweltfreundlich und schützt die Tiere. Denke daran, dass Wespen im Prinzip friedliche Wesen sind, die nur aggressiv werden, wenn sie sich bedroht fühlen.