Pflanzen in Strohballen als Alternative zum Park-Meeting

Ihr dürft nicht raus, jedenfalls niemanden treffen und sich im Park mit Freunden den Wind und die Sonne um die Nase wehen lassen? Wunderbar, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um endlich mal das Projekt Pflanzen in Strohballen umzusetzen. Besorgt euch beim Bauern zwei oder vier Strohballen und legt los. Das geht ganz ohne direkten Kontakt und ist daher wirklich ungefährlich. Auch für Kinder wunderbar geeignet.

Das Pflanzen in Strohballen wird seit einigen Jahren immer beliebter. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass man keine gute Erde benötigt, um tolle Erträge zu erzielen. Auch ein Garten ist nicht unbedingt notwendig, ein Balkon tut es auch. Dieser kann ruhig klein sein, denn schon auf einem Strohballen kriegt man eine ganze Reihe verschiedenster Pflanzen unter.

So viel Möglichkeiten für große und kleine Gärtner

Erste Fotos vom Strohballengarten

Jahr 4 – und noch lange keine Ermüdungserscheinung

Ich pflanze jetzt schon im vierten Jahr und bin nach wie vor von dieser Methode total begeistert. Jedes Jahr versuche ich etwas Neues, diesmal zum Beispiel einen Vergleich vom Ertrag auf frischen Strohballen und den alten vom letzten Jahr. Nur ein gewisser Teil des Stroms verrottet über den Herbst und den Winter, es bleibt genug übrig, um noch einmal darauf zu pflanzen. Natürlich muss auch der alte Strohballen erneut mit Nährstoffen versetzt werden. Ich bereite ihn genauso vor wie die neuen. Mal sehen, was das Pflanzen in Strohballen in diesem Jahr an neuen Erkenntnissen bringt.

Wie das genau geht, habe ich in diesem Beitrag ausführlich erklärt. Wer es nicht so genau machen möchte, streut alle 3-4 Tage Dünger auf seine Strohballen und gießt diese alle zwei Tage. Nach ungefähr zwei Wochen hat sich der Dünger im Stroh verteilt. Nun ist es schon möglich, die ersten Pflänzchen darauf zu setzen.

Neues Stroh – bisher nur einmal gedüngt

Ich starte am liebsten mit den Tomaten

Je nachdem wo die Strohballen stehen, kann man früher oder später mit dem Pflanzen beginnen. Wind geschützt und auch strömenden Regen nicht unbedingt ausgesetzt, ist der April ein sehr guter Zeitpunkt, um beispielsweise die ersten Tomatenpflanzen zu setzen. Etwas später im Jahr kommen dann Kürbisse, Gurken oder Paprika.

Ganz sicher kann man erst nach den Eisheiligen sein, dass nichts mehr friert. Doch je nach Standort und Bundesland sind die Temperaturen eben doch unterschiedlich. Falls mal ein Kälteeinbruch kommt und die kleinen Pflänzchen erfrieren, müssen sie eben durch neue ersetzt werden. Im Moment ist es nicht so einfach, weil jetzt auch die Baumärkte und Pflanzenmärkte geschlossen wurden. Corona bestimmt eben auch die Welt der Gärtner. Allerdings wird es in den Supermärkten, wie in jedem Jahr, auch kleine Pflanzen geben, die dann genutzt werden können.

Stroh vom Vorjahr – etwas eingefallen

Meine ersten Schritte im Jahr 2020

Ich habe mir dieses Jahr zwei neue Strohballen besorgt und diese nun vor einigen Tagen angefangen mit Nährstoffen und Dünger zu versorgen. Außerdem habe ich zwei alte Strohballen, die ich ebenfalls mit meinem bewährten Guana Dünger bestreue. In ca. zwei Wochenwerde ich dann meine kleinen Tomatenpflänzchen ins Freie setzen, die jetzt gekeimt haben jeden Tag ein bisschen größer werden.

Mit Tomaten habe ich inzwischen viel Erfahrung gesammelt und bin sehr glücklich damit. In meinem kleinen Tomatengewächshaus, dessen Aufbau ich letztes Jahr gefilmt habe (siehe Video Sidebar), wachsen sie regelmäßig bis ganz nach oben. Sie tragen jede Menge Früchte und während des Sommers brauche ich gar keine fremden Tomaten einzukaufen.

Salat und Tomaten

Ich habe jetzt auch schon ein paar Kürbisse angesetzt, die aber sehr kälteempfindlich sind. Die kleinen Pflänzchen werden bestimmt noch vier Wochen auf der Fensterbank weiter wachsen, bevor ich mich traue, sie wirklich an die frische Luft zu bringen. Wie weit seid ihr mit euren Strohballen?