Kartoffeln aus dem Potato-Pot

Eigene Kartoffeln aus dem Potato Pot sind der absolute Knaller. Frischer, leckerer, gesünder und mehr Bio geht einfach nicht. Wer seine eigenen Kartoffeln anbauen möchte, braucht dafür kein eigenes Feld. Das geht auch wunderbar auf dem Balkon oder im Garten – mit dem Potato Pot. Ich habe es ausprobiert, denn auf meinen Strohballen ist einfach kein Zentimeter mehr frei.

Kartoffeln ernten als Event

Ich liebe Kartoffeln, sie sind so vielfältig einsetzbar. Außerdem sind sie gesund und ganz natürlich. Die eigenen Kartoffeln schmecken selbstverständlich am besten. Mir ist die Sorte dabei eigentlich ganz egal, so wirklich kann ich sie sowieso nicht unterscheiden. Ich nehme einfach was da ist. Die Saatkartoffeln aus dem Supermarkt brauche ich nicht, weil ich immer ein paar gekeimte alte Knollen im Gemüsefach liegen habe.

Potato Pot
Hier kannst du eine Kartoffel im Potato Pot sehen

Vorteile vom Potato Pot

  • Kartoffeln überall anpflanzen
  • zwischendurch nachsehen, wie weit die Pflanze ist
  • teilweise Ernten möglich
  • jedes Jahr neu nutzen
  • günstig und nachhaltig

Vier alte Knollen in den Potato Pot gesteckt

Mitte März oder Anfang April habe ich ein paar keimende, alte, verschrumpelte Kartoffeln im Gemüsefach gefunden. Und den Potato Pot hatte ich schon im Herbst bestellt, aber noch nicht ausprobiert, und schon beinahe vergessen. Jetzt ist er mir wieder eingefallen. Also schnell mit Erde aufgefüllt und die vier alten Kartoffeln hineingesteckt. Dann habe ich den Potato Pot in eine Ecke vom Balkon geschoben und vergessen. Natürlich nicht wirklich vergessen, denn ab und zu habe ich gegossen. Außerdem weiß mein Gehirn, dass die Ernte in ca. 10 bis 12 Wochen ansteht. Also schaue ich nach, was die Pflänzchen machen.

Potato Pot
Coole Idee, der Potato-Pot

Die Kartoffeln sind schnell gewachen

Als es endlich etwas wärmer wird, kommen erste Keimlinge aus der Erde und schnell auch Blätter. Nun wuchern die Kartoffeln, ständig werden sie höher und höher. Noch immer kann ich mir nicht vorstellen, dass dort in dem Topf wirklich etwas wächst. Aber das besondere an dem Topf zeigt sich jetzt. Die clevere Idee ist, einen Topf im Topf zu haben.

Das Kartoffelkraut sieht wirklich schön aus und blüht gelb. Es wächst ziemlich schnell, man kann fast dabei zu sehen. Perfekt ist ein leicht sonniger Platz, an dem auch ein Lüftchen weht. Es sollte nicht zu heiß aber auch nicht zu feucht sein. Den Kartoffelpott oder Potatao Pot kann man natürlich einfach an einen anderen Platz stellen, das ist ungemein praktisch. Er wiegt nicht so viel, sodass ich ihn gerne hin und her trage. Ich kann ihn auch drehen, sodass die Sonne von allen Seiten auf die Blüten scheint. Ab und zu hebe ich den einen Topf, den inneren, etwas hoch. Dann kann ich sehen, was an den Wurzeln passiert, ohne dass sich die Pflanze kaputt mache.

Das steckt im Potato Pot

Eigentlich ist es nicht ein, sondern sind es zwei ineinander gesteckte Töpfe. Den inneren kann man herausheben, er besteht nur aus einem Gitter, durch das man hindurchsehen und -greifen kann.  Der äußere sieht aus wie ein ganz normaler Blumentopf und gibt der Pflanze Halt. Wer neugierig ist, kann immer wieder nachsehen, ob bereits eine Kartoffel fertig ist. Die kann dann an der Seite herausgenommen werden, ohne den gesamten Topf ausleeren zu müssen. Eine tolle Idee. Hier gibt es den tollen Kartoffel Pot für ein paar Euro.

Wann sind die Kartoffeln reif?

Wenn das Kartoffelkraut beginnt welk zu werden und umknickt, sind die Knollen bereits essbar. Wie stellt man das fest? Die Schale der Kartoffeln darf sich nicht mehr auf der Frucht herumschieben lassen. Das geschieht rund 100 Tage nach dem Pflanzen. Theoretisch (und praktisch auch) können pro Saison zwei Kartoffelernten eingefahren werden. Die ersten Knollen kommen im April in den Boden und werden Ende Juni oder Juli geerntet. Anfang Juli passt die zweite Ladung in den Potato Pot – bis Ende September sind sie reif.

Das Auspflanzen, Beobachten und Ernten der Kartoffeln macht großen Spaß, nicht nur Erwachsenen, sondern natürlich auch den Kindern. Versprochen, nach einer eigenen Kartoffelernte aus dem Potato Pot werden die Knollen auch gegessen. Schließlich kann man daraus Bratkartoffeln machen, Pommes Frites, Pellkartoffeln oder Kartoffelpuffer. Ganz bestimmt ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Warum macht die Ernte aus dem Potato-Pot so großen Spaß?

Ganz klar, während der gesamten Wachstumszeit kann man beobachten, was aus den Kartoffeln wird. Es lohnt sich, jede Woche einmal in den Kartoffeltopf hineinzuschauen und festzustellen, dass sich dort etwas tut. Die winzigen kleinen, runden, gelben Früchte werden im Laufe der Wochen zu immer größeren Kartoffeln. Sie sehen richtig lecker aus, meistens möchte man sofort ernten. Es lohnt sich aber Geduld zu haben und etwas abzuwarten, denn wenn die Kartoffeln zu früh geerntet werden, sind sie noch sehr klein. Mit ein bisschen Geduld kann die Ernte eines kleinen ein Potato Pots eine vierköpfige Familie satt machen.

Ich liebe es, die Kartoffeln mit einem Kind gemeinsam zu ernten. Am besten geht das mit Handschuhen und einer Plane, die auf dem Rasen ausgebreitet wird. Nun einfach die Kartoffeln aus dem Topf herausheben und über der Plane das Wurzelbündel abschütteln. Schon fallen die ersten kleinen Kartoffeln herunter. Die restlichen kann man dann ganz leicht abzupfen.

Potato Pot
Ernte aus dem Potato Pot

Kartoffeln schmecken nicht roh

Auch wenn sie wunderschön aussehen, müssen Kartoffeln zubereitet werden, bevor sie genießbar sind. Entweder werden sie im kochenden Wasser weich gekocht oder roh in Scheiben geschnitten und in der Bratpfanne in reichlich Fett gebrutzelt. Beide Zubereitungsarten dauern ein bisschen, Kartoffeln brauchen je nach Größe 15-30 Minuten, um gar zu sein. Aber dann gibt es ein leckeres Mittagessen aus den Mittagessen aus dem Potato Pot.

Eine Ernte reicht für eine Mahlzeit. Ich empfehle daher, gleich eine ganze Batterie dieser Töpfe zu besorgen und sie alle mit zwei oder dreigekannten Kartoffeln zu bestücken. Man kann sie beispielsweise auf dem Balkon am Geländer auf freien oder auch am Gartenzaun oder einem Rechen. Natürlich können Sie auch frei auf der Wiese stehen oder auf der Terrasse. Wer seine Kartoffeln im Abstand von ca. einer Woche pflanzt, hat dann später wochenlang frische Knollen auf dem Tisch. Da Kartoffeln zu fast jeder Gelegenheit schmecken, werden sie auf keinen Fall langweilig.

Drei leckere Kartoffel Rezepte

1. Kartoffel-Käse-Auflauf

Mein Lieblingsrezept aus Kartoffeln ist der Auflauf, mit viel Käse und eine Gemüseart. Dazu stelle ich 7-10 große Kartoffeln und raspele sie in dünne Scheiben. Das geht mit der Küchenmaschine aber auch mit einer Handreibe. Die Hälfte der Kartoffelscheiben verteile ich auf dem Boden einer Auflaufform. Dann fülle ich die Kartoffeln mit meinem Gemüse auf, beispielsweise Brokkoliröschen, Karottenscheiben, Erbsen oder Fenchelschnitzel. Anschließend kommt eine Schicht geriebener Käse darüber. Ich liebe es mit Parmesankäse.

Danach werden die restlichen Kartoffelscheiben über dem Gemüse verteilt, sodass eine gleichmäßige Fläche entsteht. Nun kommt eine Mischung und noch mehr Käse in die Auflaufform. Wichtig ist dabei, dass die Kartoffelscheiben vollständig bedeckt sind, sonst werden sie nicht richtig gehabt. Bei einer mittelgroßen Auflaufform braucht man dazu 3-4 Eier, mindestens 250 ml Sahne und eine halbe Tüte geriebenen Parmesankäse.

2. Reibekuchen mit Apfelmus

Ebenfalls besonders lecker sind Reibekuchen aus einer Mischung von Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten. Dabei werden die geschälten Kartoffeln Karotten und Zwiebeln in kleine Stifte geraspelt und in einer Schüssel miteinander vermischt. Damit sich die Kartoffelstärke entwickelt, lässt man die Mischung eine Viertelstunde stehen. Anschließend kommen ein oder zwei Eier hinein sowie Pfeffer und Salz. Das ganze wird wieder gut miteinander vermischt und dann im heißen Fett in der Pfanne Löffel für Löffel ausgebrannten. Dazu nimmt man einen Esslöffel voll der Masse und gibt ihn in die Pfanne. Kurz andrücken und abwarten bis eine Seite knusprig ist. Dann wird der Kartoffelpuffer umgedreht und noch von der anderen Seite gegart. Heiß serviert schmeckt er meines Erachtens am besten mit eiskaltem Apfelmus.

3. Kartoffel Spaghetti

Mit einer ganz speziellen Reibe kann man aus Kartoffeln Spaghetti machen. Die Kartoffel wird eingespannt und durch Drehen werden dann dünne Fäden abgeschält.  Die so erhaltenen Kartoffeln Spaghetti werden genauso wie Kartoffelchips in heißem Öl oder Fett frittiert. Sobald sie knusprig sind, das dauert nur wenige Minuten, werden sie mit einer Schöpfkelle aus dem Öl gehoben und zum Abtrocknen auf Küchenkrepp gelegt. Mit Salz und Paprikapulver können die Kartoffel Spaghetti dann gewürzt werden. Diese Knabberei schmeckt ganz wunderbar als Begleitung zu einem tollen Film oder einer spannenden Serie. Die Kartoffel Spaghetti sehen aber auch als ganz normale Beilage für ein Steak sehr gut aus. Die Herstellung ist zwar ein bisschen mühsam, das Ergebnis lässt sich aber wirklich sehen.

Nachhaltigkeit des Potato Pots

Diese Möglichkeit der Kartoffelsaat und -ernte ist natürlich wiederverwendbar. Wer den inneren Topf vorsichtig hebt und dann die Kartoffeln erntet, kann die Blumentöpfe natürlich im nächsten Jahr wieder verwenden. Einfach erneut mit guter Erde auffüllen und dann wieder 2-3 Kartoffeln pro Topf ein Pflanzen. Wenn man weiß, dass eine neue Pflanzenperiode ansteht, kann man einfach im Gemüsefach ein paar alte Kartoffeln über den Winter keimen lassen. Am besten natürlich die eigene Lieblingssorte. Diese Art der Pflanzung funktioniert mit nahezu jeder Kartoffelsorte.

Sobald es richtig kalt wird, hören die Kartoffeln auf zu wachsen. Eine dritte Aussaat funktioniert in Deutschland nicht, dazu ist es dann in Herbst und Winter doch zu kalt. Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten Kartoffeln einzupflanzen, zum Beispiel ganz einfach im Beet. Bei dieser Form kann man aber nicht beobachten, wie weit die Kartoffeln schon sind.